Progesteronmangel⁣ - PMS-Symptome und Wechseljahresbeschwerden mit Mikronährstoffen bekämpfen

Annika Mertiny – 2021-11-22 16:35:00

Du hast einen verkürzten oder unregelmäßigen Zyklus? Du leidest vor deinen Tagen an Wassereinlagerungen, Konzentrationsstörungen, depressiven Verstimmungen, Unterleibsschmerzen, Müdigkeit und Reizbarkeit? Oder hast Wechseljahresbeschwerden? Das alles könnte auf einen Progesteronmangel hindeuten.

Was ist Progesteron und welche Funktionen erfüllt es?

Progesteron, auch Gelbkörperhormon oder Corpus-luteum-Hormon genannt, ist ein Sexualhormon und neben Östrogen, das wichtigste Hormon was den weiblichen Zyklus betrifft. Während das Östrogen in der ersten Zyklushälfte dafür zuständig ist, die Gebärmutterschleimhaut aufzubauen und auf eine mögliche Einnistung vorzubereiten, übernimmt diese Funktion nach dem Eisprung in der zweiten Zyklushälfte bzw Lutealphase, das Progesteron. Es sorgt dafür, dass wichtige Nährstoffe in die Gebärmutter transportiert werden. Zudem fördert es die Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut. Das Progesteron wird zum größten Teil im Gelbkörper gebildet, welcher nach dem Eisprung aus der Hülle der Eizelle entsteht. Aber auch die Nebennierenrinde produziert einen kleinen Teil Progesteron. Es ist dafür zuständig, dass das befruchtete Ei in der Gebärmutter eingenistet und der Erhalt der Schwangerschaft gewährleistet wird. Zudem sorgt es für mehr Beweglichkeit der Spermien, die über Progesteronrezeptoren verfügen, damit sie eine bessere Möglichkeit haben das Ei zu befruchten. Kommt es nicht zu einer Befruchtung bildet sich der Gelbkörper zurück, produziert also weniger Progesteron und die Monatsblutung setzt ein.

Wo liegen die Normwerte von Progesteron?

Die Normwerte der Progesteronkonzentration im Blut richten sich nach Zyklusphase, Alter oder ob eine Schwangerschaft vorliegt. 

Vor der Pubertät (10 - 15 Jahre)

0,48 - 4,45 nmol/l

Follikelphase

0,19 - 2,83 nmol/l

Eisprung

0,38 - 38,2 nmol/l

Lutealphase

5,82 - 76 nmol/l

Nach den Wechseljahren

Schwangerschaft: 1. Trimester

34,98 - 140,9 nmol/l

Schwangerschaft: 2. Trimester

80,8 - 265 nmol/l

Schwangerschaft: 3. Trimester

187 - 681 nmol/l

Welche Symptome treten bei einem Progesteronmangel auf?

Wenn ein Progesteronmangel vorliegt, kann es zu Zyklussstörungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. 

Folgende Symptome können auftreten:

  • verkürzter Zyklus
  • Schmierblutungen
  • starke PMS-Beschwerden, wie Kopfweh, Unterleibsschmerzen, Stimmungsschwankungen etc.
  • Muskel- und Gliederschmerzen
  • erhöhter Prolaktinwert, der z.B. Brustspannungen auslöst
  • Wassereinlagerungen
  • Schlafstörungen
  • Schwindel
  • Psychische Beschwerden und innere Unruhe
  • Stimmungsschwankungen
  • Zysten und Geschwülste an der Gebärmutter
  • Gewichtszunahme
  • Schweißausbrüche und Hitzewallungen
  • frühzeitige Wechseljahre
  • zu viel Testosteron
  • Libidoverlust
  • Unfruchtbarkeit 
  • Fehlgeburt

Wenn eins oder mehrere Symptome bei Dir auftreten und der Verdacht eines Progesteronmangels vorliegt, sollte dieser durch einen Arzt abklären lassen.

Welche Ursachen führen zu einem Progesteronmangel?

Ein Progesteronmangel bzw. eine Gelbkörperschwäche entsteht, wenn kein Eisprung stattfindet oder der Follikel bzw der Gelbkörper nicht richtig ausgebildet wird. Dies kann durch mehrere Faktoren begünstigt werden, welche wir folgend kurz erläutern:

Absetzen der Antibaby-Pille

Wenn die Antibabypille abgesetzt wird, muss sich der natürliche Hormonspiegel erst wieder einpendeln, da keine künstlichen Hormone mehr zugeführt werden. Dies kann mehrere Monate dauern. 

PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom) 

Das Polyzystisches Ovarialsyndrom oder kurz PCOS stellt eine der häufigsten Hormonstörungen bei Frauen im gebärfähigen Alter dar, bei der zu viele Androgene (männliche Geschlechtshormone) gebildet werden. Aufgrund dessen kommt es selten oder nie zum Eisprung, wodurch kein oder ein verkümmerter Gelbkörper gebildet wird, der wenig bis kein Progesteron bildet. Die Regelblutung setzt selten oder nie ein.

Wechseljahre

Während der frühen Phase der Wechseljahre stellen die Eierstöcke die Hormonbildung langsam ein. Hierdurch gerät die Eireifung ins Stocken. Der Eisprung verzögert sich oder bleibt aus, wodurch der Gelbkörper nicht vollständig ausgebildet wird, so dass nicht mehr ausreichend Progesteron entstehen kann.

Chronischer Stress

Chronischer Stress und die damit ständig einhergehende Produktion von Stresshormonen, wirkt hemmend auf die Produktion aller Sexualhormone, wie Östrogen und Testosteron. So kann das Ei nicht oder nur produziert werden. Der Eisprung kann nicht optimal stattfinden und es wird kein Gelbkörper gebildet. Somit kann kein Progesteron produziert werden. 

Erkrankungen und Infekte

Infekte und Erkrankungen der Nebennieren, Schilddrüse, des Darms oder der Bauchspeicheldrüse, wie z.B. Diabetes können sich ebenfalls negativ auf die Progesteronproduktion auswirken.

Über- oder Untergewicht

Auch Über- oder Untergewicht können einen Progesteronmangel verursachen. Wer übergewichtig ist, hat mehr Fettgewebe, welches hauptsächlich aus Adipozyten besteht. Insbesondere das Bauchfett produziert freies Östrogen, was zu einer Östrogendominanz führen kann, welches gleichzeitig eine Hormondysbalance auslöst und einen Progesteronmangel hervorrufen kann. 

Auch ein zu niedriger BMI wirkt sich negativ auf den Progesteronmangel auswirken. Gerade bei Essstörungen wie Bulimie und Magersucht ist der Körper ständig unter Stress, was, wie bereits oben beschrieben, dazu führt, dass die Produktion von Sexualhormonen, wie Progesteron gehemmt oder sogar größtenteils eingestellt wird.

Schlechte Nährstoffversorgung

Durch chronischen Stress kann die Nährstoffversorgung steigen. Wird diese nicht durch die Ernährung gedeckt, kann die Hormonproduktion nicht optimal ablaufen und es kann zu einem Mangel kommen. Auch einseitige Ernährung, sowie kalorienarme Diäten beeinflussen die Progesteronproduktion negativ. 

Wie kann man Progesteronmangel entgegenwirken?

Doch was kann helfen um einem Progesteronmangel vorzubeugen? Neben einer möglichst Taktik zur aktiven Stressvermeidung, Sport, sowie dem Verzicht auf Alkohol, Nikotin, Zucker und tierische Fette, sollte man vor allem auf bestimmte Mikronährstoffe in seiner Ernährung achten. Zudem gibt es einige pflanzliche Heilmittel, die bei Progesteronmangel helfen können.

Magnesium

Magnesium ist an der Produktion der Sexualhormone Östrogen und Progesteron beteiligt und hilft deren Verhältnis zueinander in der Waage zu halten. Bei einem Magnesiummangel kann es hier zu einem Mißverhältnis kommen, welche einen Progesteronmangel nach sich ziehen können. Mehrere Studien haben gezeigt, dass bei Frauen mit starkem PMS meistens ein Magnesium-Mangel in der Luteal-Phase vorliegt. Laut einer italienischen Studie1 konnte eine erhöhte Einnahme von Magnesium (360 mg) in der Zyklusphase nach dem Eisprung bis zum Eintreten der Menstruation starke PMS-Symptome, wie Kopf- und Unterleibschmerzen lindern. Zudem werden gerade während der Luteal-Phase (Phase nach dem Eisprung) zunehmend Stresshormone ausgeschüttet.  Dies kann sich negativ auf die Produktion von Progesteron auswirken und so für PMS oder Zyklusstörungen sorgen. Wer ausreichend Magnesium zu sich nimmt, kann eine Überproduktion vom Stresshormon Cortisol hemmen und so ein Gleichgewicht schaffen, welches die Beschwerden lindern kann. Bei starken PMS-Beschwerden durch Progesteronmangel sollte also auf eine magnesiumreiche Ernährung geachtet werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte oder einen erhöhten Bedarf hat, kann sich auch mit einem Nahrungsergänzungsmittel, wie unserem PHARMA MAGNESIUM CITRAT oder gleich unserem PHARMA ZiMA (Magnesium, Zink und Vitamin B6) versorgen. 

Vitamin B6⁣

Bei einem Progesteronmangel sollte zudem auf eine ausreichende Aufnahme von Vitamin B6 geachtet werden. Vitamin B6 ist für die Progesteron-Synthese essentiell. Liegt ein Mangel vor, wird die Progesteronproduktion gesenkt und es kommt zu einer Östrogendominanz. Durch eine Erhöhung der Zufuhr kann die Progesteronsynthese positiv beeinflusst werden.⁣ Studien zeigten, dass gerade durch eine kombinierte Gabe von Vitamin B6 und Magnesium einer Östrogendominanz entgegengewirkt und der Progesteronmangel so ausgeglichen und PMS-Beschwerden gelindert werden konnten.2 Es sollte also genügend Vitamin B6 über die Ernährung aufgenommen werden. Wer sich mit Vitamin B6, Magnesium und Zink versorgen will, kann sich zusätzlich mit unserem PHARMA ZiMA ausrüsten.

Zink⁣

Zink unterstützt unsere Hirnanhangdrüse bei der Ausschüttung des Hormons FSH, welches den Eisprung fördert und zudem das Signal an die Eierstöcke sendet, mehr Progesteron zu produzieren. Zu wenig Zink kann demzufolge einen Progesteronmangel begünstigen und so zu einer Östrogendominanz beitragen. Eine ausreichende Aufnahme (ca bei Frauen ca 7 bis 10 mg) von Zink ist also ebenso wichtig für eine optimale Progesteronproduktion! Wer sich über die Nahrung nicht ausreichend versorgen kann oder einen erhöhten Bedarf z.B. aufgrund von chronischem Stress aufweist, kann seine Ernährung mit Supplementen, wie unserem PHARMA ZINK CHELAPRO oder unserem PHARMA ZiMA unterstützen.

Vitamin C

Mehrere Studien belegen, dass sich die Einnahme von hochdosiertem Vitamin C positiv auf die Progesteronproduktion in der Lutealphase auswirken kann.3 Eine Dosis von 750 mg zeigte bei den Teilnehmern einen signifikanten Anstieg des Progesteronspiegels.

Diindolylmethan (DIM)

DIM (3,3′-Diindolylmethane) ist eine aus Kreuzblütlern (vor allem Kohl, wie Brokkoli etc) stammendes Metbolit, welches aus seiner Vorstufe, dem Indol-3-Carbinol (I3C) gebildet wird. Es begünstigt beim Abbau von Östrogen die Bildung von nützlichen, antioxidativen Östrogen-Metaboliten (2-Hydroxyöstron) und hemmt die Umwandlung in schädliche Metaboliten (16-Hydroxyöstron). Hierdurch kann es kann es einer Östrogendominanz entgegenwirken und somit einen Progesteronmangel, der auf dieser beruht, lindern bzw beheben. Eine kohlreiche Ernährung hilft hierbei. Allerdings ist DIM sehr hitzeempfindlich und wird beim Kochen deutlich reduziert. Deswegen lieber schonend garen oder aber auf unser FEMALE FORTIFY zurückgreifen.

Mönchspfeffer

Zwar ist die Wirkungsweise von Mönchspfeffer noch nicht abschließend wissenschaftlich geklärt, Forschungen haben allerdings ergeben, dass Mönchspfeffer-Extrakt einen Einfluss auf die Stabilisierung des Hormonhaushalt hat. Dies liegt vor allem daran, dass es eine dopaminerge Wirkung hat. Das heißt es stimuliert im Gehirn die Andockstellen des Hormons Dopamin, wodurch die Ausschüttung von Prolaktin gehemmt wird.Prolaktin ist zum einen für die Stimulation der Milchproduktion zuständig. Allerdings unterdrückt Prolaktin auch den Eisprung. Bei einem erhöhten Prolaktinspiegel kann es zu Zyklusstörungen oder Ausbleiben der Menstruation kommen, da das Ei nicht vollständig reifen kann. Infolge dessen kann es zu Progesteronmangel bzw einer Östrogendominanz kommen. Man geht davon aus, dass durch die regelmäßige Gabe von Mönchspfeffer die Prolaktinausschüttung gehemmt wird, FSH und LH-Hormone wieder normal freigesetzt werden können und das Ei, soweit seine Reifung davon beeinträchtigt war, wieder vollständig ausgebildet werden kann. So kommt es zum normalen Eisprung, wodurch sich der Zyklus und auch der Östrogen- und Progesteronwert wieder normalisieren kann.

Fazit

Ein Progesteronmangel kann durch Krankheiten, die Wechseljahre, chronischen Stress, verminderte Nährstoffaufnahme oder das Absetzen der Antibaby-Pille ausgelöst werden. Dies führt häufig zu Zyklus-, PMS- oder Wechseljahresbeschwerden, wie Wassereinlagerungen, Stimmungsschwankungen, Kopf- und Unterleibsschmerzen auslösen. Wenn die Eizelle nicht richtig ausgebildet wird oder eine Östrogendominanz vorliegt, wird der Gelbkörper nicht richtig ausgebildet und es wird vermindert Progesteron produziert. Neben einer aktiven Stressvermeidung, Sport, sowie dem Verzicht auf Alkohol, Nikotin, Zucker und tierische Fette,können vor allem bestimmte Mikronährstoffe und pflanzliche Mittel hilfreich sein um die Progesteronproduktion positiv zu beeinflussen. Insbesondere sollte auf die Zufuhr von Magnesium, Zink, Vitamin B6 und Vitamin C geachtet werden. Außerdem können pflanzliche Mittel, wie DIM und Mönchspfeffer helfen, den Hormonspiegel in eine gesunde Waage zu bringen. Wer sich zusätzlich zu seiner Ernährung absichern will kann hier auf Supplemente, wie unser PHARMA MAGNESIUM, PHARMA ZINK CHELAPRO , PHARMA ZiMA, PHARMA VITAMIN C oder unser FEMALE FORTIFY (DIM, Mönchspfeffer) zurückgreifen.

Quellenangaben:

  1.  https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2067759/
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3208934/
  3.  https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12909517/, https://www.fertstert.org/article/S0015-0282(03)00657-5/fulltext

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